Die Website – Das Leben geht vor
Deutschland, Mai 2023
„Das Leben geht vor!“, diese Worte meiner ersten Vorgesetzten haben sich bei mir eingeprägt, als ich damals eine Schicht im Eisgeschäft tauschen musste, um für ein paar Tage reisen zu können. Damals war ich 17 und lebe diesen Satz seither. 2020 habe ich all meine damaligen Ersparnisse investiert in meinen Kastenwagen Fred, der damit den Absprung vom Dasein als Handwerkerauto geschafft hat und nun auf Reisen mit mir sein bestes Leben lebt.
Das hier ist ein Projekt, ein Tagebuch, ein Schreibblock für mich und meine Entwicklung, zugleich eine Schnittstelle für Familie und Freunde. Und nicht zuletzt: Ein kleiner öffentlicher Ort, wo ich erzählen, teilen, unterhalten, motivieren und inspirieren möchte. Hier geht es um die Länder dieser Reise, meine Perspektive, Erfahrungen, Bilder und Gefühle. Ich verspreche, dass ich ehrlich sein werde und dass das hier nicht perfekt wird.
Also, auf geht’s. Mit einem Bachelorabschluss, ziemlich viel Zeit und etwas Geld in der Tasche, mit grundlegenden Fähigkeiten zu KFZ-Mechanik, einem ausgebauten Van und einem breiten Grinsen im Gesicht geht es ostwärts. Jetzt. Ich fahre in die Mongolei und was auf dem Weg dahin passiert, das findet ihr hier.
Maria

Ich wurde 1999 in Thüringen geboren und bin dort aufgewachsen. Je nachdem, wen man fragt, bin ich manchmal Strahlefrau, manchmal Freiheitstussi oder eben Freigeist. Mein Treibstoff ist Neugierde, ich bin oft unruhig und in Bewegung, gern draußen, immer unterwegs mit Lachfalten, Kaffee und einer Affinität zu Gedankenfetzen.
Studiert habe ich Deutsche Literatur und Sozialwissenschaften. Zurzeit bin ich freie Lektorin und Content Writer, als Kind meiner Zeit: remote und flexibel. Mehr dazu hier.
Fred

Im Mai 2020 habe ich Fred für knapp 4.000 Euro gekauft, damals mit knapp 108.000 Kilometern, neuem TÜV und in gutem Zustand. Ein Glücksgriff, das weiß ich mittlerweile.
Ausgebaut wurde er dann mit viel Liebe und noch mehr Hilfe von Menschen, die mit Werkzeug wesentlich besser umgehen konnten als ich damals. Innerhalb von drei Monaten haben wir den leeren Laderaum ausgebaut. Vor dieser großen Reise habe ich dann einiges selbst nachgerüstet, wie Standheizung, Waschbecken und Dachträger.
Und jetzt? Jetzt lebe ich in diesem Auto und würde nicht tauschen wollen – trotz mangelnder Stehhöhe, wenig Platz und einigen Pannen.
Vedi

Vedi war ein Straßenhund, bis ich ihn im Januar 2024 gefunden und aufgenommen habe. Rasse, Alter, Herkunft – unklar. Aber klar ist: Er hat sich ganz schön gut gemacht. Lieb, umgänglich und energiegeladen findet er die Welt ziemlich spannend. Wenn er sich freut, dann schwingt sein ganzes Hinterteil.